Die Worttänzerin bloggt

In Sachen Nutzungsrechte hat das Landgericht Potsdam in einer aktuellen Entscheidung ein für Journalisten und Autoren interessantes Urteil gefällt (LG Potsdam, Urteil vom 9. Dezember 2010, Az. 2 O 232/10). So heißt es wörtlich:

„Eine Hinzuziehung der Honorartabelle des Deutschen Journalistenverbands ist sachgemäß. Die Rubrik über Online-Vergütungen von Kurzgeschichten ist ein tauglicher Maßstab für eine mögliche Lizenzgebühr. Für einen Text vergleichbarer Länge im journalistischen Bereich wäre demnach eine Vergütung von € 120 – € 400 angemessen. Aus dem höheren Individualwert eines in einem Gedicht verwendeten Wortes im Vergleich zu einem journalistischen Beitrag ergibt sich mindestens eine Äquivalenz der zu zahlenden Vergütung“.

Damit dürften auch Texter gute Chancen haben, dieselbe Honorartabelle für die Kalkulation von Nutzungsrechten für Werbe- und Imagetexte heranzuziehen.

Kommentare

  1. testaccount meint:

    Ja, wirklich interessant, hier ein auführlicher Bericht des Anwalts, der dieses Urteil erwirkt hat: http://www.djv.de/Aktuelle-News.2905+M51b24fa68be.0.html

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