Die Worttänzerin bloggt
Marketing meets Recruitment: Social Media für HR

Huh, was hat Marketing mit der Personalbeschaffung zu tun? Sind wir in Zeiten angekommen, wo wir um neue (gute) Mitarbeiter werben müssen wie um gute Kunden? Vorbei die Zeiten, wo die Bewerber einen Affentanz vollführen, nur um diesen Job zu bekommen? Die Antwort ist…ja! Die guten Mitarbeiter stehen nicht  mehr Schlange bei den Unternehmen. Die Arbeitgeber sind also gezwungen, sich etwas einfallen zu lassen. Heutzutage kommen Bewerber auf interessante Unternehmen zu, und nicht andersherum. Wobei ich mit „heutzutage“  das Social-Media-Zeitalter meine. Unternehmen haben es jedenfalls zunehmend schwerer, gutes Personal zu bekommen. Entsprechend wichtig ist der Auftritt und das Image, das diese Unternehmen bei potenziellen Bewerbern hinterlassen.  Ob dies über die Social-Media-Kanäle gelingt? Diese und andere Fragen wurden  in der vom Marketingclub Frankfurt veranstalteten Podiumsdiskussion an der Goethe Universität Frankfurt am Main diskutiert. Zu Gast waren

Curt Simon Harlinghausen, Inhaber  der Social Media Agentur AKOM360. Der Österreicher (der seinen Keynote-Vortrag in astreinem Hochdeutsch hielt und weitere deutschsprachige Dialekte beherrscht) gilt als einer der führenden Social-Media-Experten und betreut zahlreiche namhafte Unternehmen, wie die Deutsche Bahn, Douglas, Siemens, AOK, cewe, Kraft, Toblerone, Maybelline Jade, etc. Weitere Gäste waren Christoph Fay, Leiter Konzern Hochschulmarketing, Deutsche Lufthansa AG; Georg Glaßer, Geschäftsführer Sempart GmbH und Christian Land, Marketing MVV Energie. Moderiert wurde die Diskussion von Eva-Maria Schmidt, Ressortleiterin HORIZONT Jobs und Karriere.

Facts und Fazit:

  • In den USA nutzen 85 % der Unternehmen LinkedIn zur Recrutierung.
  • In Deutschland wird LinkedIn noch kaum genutzt.
  • YouTube als Kanal zur Personalsuche interessant (4,93 Mrd. tägliche Aufrufe!)
  • Für Marken haben Social Media Kanäle Supportfunktion
  • Sehr gute Erfahrungen und Responsequoten mit Social Media für HR (Human Resources)
  • Auch für kleinere Unternehmen interessant, weil kostengünstig
  • Unternehmen müssen online dort präsent sein, wo ihre Zielgruppe (Bewerber) sich aufhalten
  • Mehrwerte und Nutzen (durch Inhalte) schaffen und so Interesse wecken
  • Social Media wird zukünftig noch intensiver für HR genutzt
  • Negativ-Image durch „schlechte Kommentare“ (Shitstorm) unbegründet
  • Steigende Nutzung durch mobile Endgeräte.
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