Die Worttänzerin bloggt
Mein aktueller Beitrag zur Corporate Social Responsibility

Ein tolles Ergebnis und viel Spass brachte der erste Marktplatz für gute Geschäfte am bayerischen Untermain, den ich moderieren durfte. Obwohl der Moderatorenjob viel Spass gemacht hat, hätte ich doch gerne das eine oder andere Geschäft gemacht. Denn die Nachfrage nach Marketing bzw. Werbemaßnahmen war enorm hoch, das Angebot dagegen niedrig. Klar, auch Vereine und gemeinnützige Organisationen müssen für sich Werbung machen, brauchen Flyer, Plakate oder eine Website. Dennoch brauchte es keiner langen Überredungskünste seitens der Veranstalter Dr. Guido Knörzer (CSR Agentur) und Beatrice Brenner (BVMW) , um mir eine Zusage für die nächste Veranstaltung im Sommer 2014 zu entlocken. Im  nächsten Jahr mache ich es einfach wie der Kameramann, Timo Breidenbach und treffe meine Vereinbarungen in den Moderationspausen.

Hier die offizielle Pressemitteilung sowie im Anschluss einige Impressionen:

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Sensationelles Ergebnis beim ersten gemeinnützigen „Marktplatz für Gute Geschäfte“

Mehr als erfolgreich war der erste Marktplatz für gute Geschäfte am 26. September in Großwallstadt. Gemeinnützige Organisationen und Unternehmen der Region trafen sich zum ersten Mal zu einem „Markt- und Handelsplatz“, um Know-how, Dienst- und Sachleistungen auszutauschen.

„Überwältigend, einfach überwältigend“, so das knappe und emotionale Resümee der beiden Veranstalter Beatrice Brenner vom Bundesverband Mittelständische Wirtschaft und Dr. Guido Knörzer von der CSR-Agentur zum ersten „Marktplatz Gute Geschäfte“ in der Region Bayerischer Untermain.  Das Ergebnis war ebenso überraschend wie beeindruckend: 72.000 Euro zeigte nach gut 90 Minuten Handelszeit die Tafel an. Zum Vergleich: In anderen Städten gelten Beträge von 40.000 Euro bereits als sehr erfolgreich. Dieses für einen neuen Marktplatz ungewöhnliche Ergebnis machte sich auch in der Stimmung bemerkbar. Dafür sorgten die an der Leinwand ständig aktualisierten und von der Moderatorin kommentierten Zwischenstände. 42 teilnehmende Organisationen zählte diese erste Veranstaltung am Untermain: Auf der einen Seite 21 gemeinnützige Vereine und Initiativen, auf der anderen Seite 21 Unternehmen. Insgesamt wurden 76 Engagementvereinbarungen getroffen.

Zwar erwies sich der Saal als zu klein für die Gespräche und Engagements, und die Lautstärke war mit einem echten Börsenhandel durchaus vergleichbar. „Aber alle Beteiligten betonten, wie viel Spaß dieser Handel auf Augenhöhe gemacht habe“, sagt Beatrice Brenner und ergänzt: „Der Markplatz übertrifft unsere Erwartungen“. Auch Guido Knörzer konnte sich ein so reges Engagement vorher nicht vorstellen: „Ich hatte in Anbetracht der beschränkten Handelszeit mit mehr Schwierigkeiten in der Kommunikation gerechnet. Aber gerade die Gemeinnützigen haben sich toll ins Zeug gelegt“. So lief beispielsweise der Vorsitzende der Alevitischen Gemeinde in Aschaffenburg mit einem Bauchladen gefüllt mit duftendem Gebäck umher. „Kulinarisches kommt eben immer gut an“, meint Herr Geygel lachend.

Vom Renovierungstrupp bis zur Spezialschulung

Die beteiligten Unternehmen stellten neben Know-how auch Sachspenden und helfende Hände für Werbemaßnahmen oder Veranstaltungen zur Verfügung. Manche wollen sogar mit ganzen Mitarbeitertrupps kommen, um bei der Innenrenovierung eines Mehrgenerationenhauses zu helfen. Im Gegenzug steuerten die gemeinnützigen Organisationen Räume für Veranstaltungen bei, Catering bei einem Betriebsfest bis hin zu speziellen Schulungen zum Thema „Familie und Alter für Mitarbeiter“ und vieles mehr. Alle Engagementvereinbarungen wurden von zwei „Notaren“ überprüft und gegengezeichnet. Zu betonen ist bei diesem Marktplatz-Konzept: Es fließt keinerlei Geld.

Von einem starken Wirtschaftsstandort sollen alle profitieren

Das Grußwort sprach Oberbürgermeister Klaus Herzog, der zusammen mit den beiden Landräten Dr. Ulrich Reuter und Roland Schwing die Schirmherrschaft übernommen hatte. „Das Soziale und das Wirtschaftliche sind eng aufeinander angewiesen. Ist eine Region sozial nicht stabil, kann man auf Dauer nicht stabil wirtschaften“, so Herzog. Die Region sei ein starker Wirtschaftsstandort, und deshalb sollten auch alle etwas davon haben.

Vieles geht, wenn viele mithelfen

Neben dem Dank an alle beteiligten Organisationen freuen sich die Veranstalter über die zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, ohne die eine solche Großorganisationen nicht denkbar gewesen wäre: Von der Moderatorin, den Maklerinnen zur Unterstützung der Handelnden bis zu den Helfern rund um den Empfang und natürlich auch die finanzielle Unterstützung durch die Sponsoren. Hier wurden etwa 400 Stunden und ein Gegenwert von etwa 20.000 Euro eingebracht, um den Marktplatz zu ermöglichen: „Vieles geht, wenn viele mithelfen“, so Guido Knörzer, und deshalb sei man entschlossen, im Jahr 2014 den zweiten Marktplatz folgen zu lassen.

Die Initiative „Marktplatz Gute Geschäfte“ ist Mitte der Neunziger Jahre in den Niederlanden entwickelt worden. Von der Bertelsmann Stiftung aufgegriffen und weiterentwickelt ist sie in fast 100 deutschen Städten ein beliebtes Instrument, um Unternehmen und Gemeinnützige zusammenzubringen.

 

Die Moderatorin Snezana Galijas hielt die Teilnehmer über den aktuellen Stand der Vereinbarungen auf dem Laufenden.

Die Moderatorin Snezana Galijas hielt die Teilnehmer über den aktuellen Stand der Vereinbarungen auf dem Laufenden.

 

Auch der Kameramann Timo Breidenbach schaffte es, zwei Vereinbarungen mit dem ircus Blamage zu treffen.

Auch der Kameramann Timo Breidenbach schaffte es, zwei Vereinbarungen mit dem Circus Blamage zu treffen.

Wie im Taubenschlag ging es zu beim 1. Marktplatz für gute Geschäfte

Wie im Taubenschlag ging es zu beim 1. Marktplatz für gute Geschäfte

 

Beatrice Brenner half als Maklerin, Gemeinnützige und Unternehmen zusammenzubringen.

Mitveranstalterin Beatrice Brenner half auch als Maklerin, Gemeinnützige und Unternehmen zusammenzubringen.

Getauscht wurden Know-How, Dienstleistungen und Sachspenden.

Getauscht wurden Know-How, Dienstleistungen und Sachspenden.

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