Die Worttänzerin bloggt
Neues aus der Texterwerkstatt im Dezember 2009: „Der Sinn des Textes“

Liebe Leserinnen und Leser,

die Advents- und Weihnachtszeit ist eine Zeit der Sinne, der Träume und der Wünsche. Bei vielen stellen sich diese Gefühle erst an Heiligabend, wenn das letzte Geschenk besorgt, die Büroarbeit getan ist, ein. Vielleicht gelingt es mir, Sie heute schon ein wenig auf diese Zeit einzustimmen, indem wir dem Sinn des Textes und dem (Un-)Sinn anderer (Büro-)Alltagsdinge näher auf den Grund gehen. Mehr zu letzteren am Ende dieses heute etwas ausführlicheren Newsletters ­-  als „Entschädigung“ für die, die ihn bereits vermisst haben…

Dies sind die News im Dezember 2009

1. Aktuelles: Wie sinnvoll ist Suchmaschinenoptimierung?

2. Handwerkliches: Der Sinn des Weihnachtsbriefes

3. Sprachliches: Was verbirgt sich hinter dem Wort „Sinn“

4. Lustiges: Stilblüten

5. In eigener Sache: Vom Sinn „inhaltsloser“ Inhalte.

1. Aktuelles: Aktivieren Sie Ihre 24-Stunden-Vertriebsmitarbeiterin

Stellen Sie sich vor, Sie hätten eine Vertriebsmitarbeiterin, die für überschaubares Geld und bei geringer persönlicher Zuwendung rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr für Sie arbeitet? Die immer offen und aufnahmebereit für Ihre Wünsche ist und gleichzeitig 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche Kunden für Sie wirbt? Dann freuen Sie sich, denn Ihr Traum ist greifbar nah. Ihre (neue) Vertriebsmitarbeiterin heißt: Website.

Welch Potenzial: 75 % der deutschen Haushalte sind im Internet unterwegs

Nun wissen wir von uns selbst, dass, wenn wir in Google etwas suchen, maximal drei Seiten scrollen, meistens jedoch schon auf der ersten fündig werden. Wie gut, ja wie traumhaft wäre es, wenn Sie mit Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung genau da vorne stünden? Wenn also die 65,5 Millionen Deutsche, die übers Internet suchen und kaufen, exakt auf Ihre Webseite klicken könnten?

Google: Dein Freund und Helfer

Genau darum ging es bei der Live-Präsentation am 8.12., die APROPOS.TEXT zusammen mit dem Suchmaschinenoptimierer Wolke23 für Sponsoren des TV Grosswallstadt durchgeführt hat. An konkreten Webseiten der anwesenden Unternehmen haben wir live analysiert, warum ihre Webseite „ferner liefen“ gelistet bzw. praktisch unsichtbar im Netz war. Wir haben erklärt, welchen Stellenwert Navigation, Text, Design, Inhalte und Programmierung auf das Ranking in Google haben. Jedes Instrument in diesem Orchester ist wichtig und macht das Ergebnis kraftvoller und dynamischer. Von zentraler Bedeutung ist dabei der Text (was sonst könnte Google lesen?), der mehrere Funktionen erfüllen und damit häufig ein Spagat bewerkstelligen muss. Aus SEO-Sicht muss die Webseite viel Content mit vielen relevanten Keywords bieten. Andererseits darf der Inhalt den User nicht erschlagen oder gar langweilen und muss vor allem informieren und für Ihr Produkt begeistern und Begehrlichkeiten wecken.

Die vielen konkreten Tipps, Anregungen und Verbesserungsvorschläge, die die Unternehmer mit nach Hause genommen haben, können sie nun teilweise selbst, teilweise mit externer Hilfe umsetzen. Sie haben nun den Sinn und das Potenzial ihrer Webseite besser verstanden und auch, dass zu einer gut rankenden Homepage weit mehr als ein schönes Design gehört. Eine gute Vertriebsmitarbeiterin sollte ja auch mehr mitbringen als nur ein nettes Äußeres, oder? J Werden Sie deshalb bitte hellhörig, wenn Ihnen eine Agentur verspricht, dass alles paletti sei, weil natürlich alle Keywords im „Meta-Namen“ stünden. Das wäre – um beim Beispiel der Vertriebsmitarbeiterin zu bleiben – nicht mehr als die nette Unterwäsche, die draußen kein Mensch sieht.

2. Handwerkliches:

 ist Ihre Weihnachtspost schon eingetütet? Noch gar nicht getextet? Jetzt ist Gelegenheit, zu reflektieren und Danke zu sagen. Den Menschen zu danken und buchstäblich Wertschätzung entgegenzubringen, die das ganze Jahr für Sie da waren. Aber auch den Kunden, Lieferanten und Partnern, die Sie persönlich und beruflich weitergebracht haben. Schreiben Sie anstelle eines Standardsatzes auf der Weihnachtskarte besser einen persönlichen Brief mit Ihrer persönlichen Unterschrift. Einen Brief, der all Ihre Reflektion, Ihre Dankbarkeit, Ihre Wertschätzung und Ihre ehrliche Freude über die Zusammenarbeit enthält. Denn alles, was Sie aussenden, kommt wieder zu Ihnen zurück. So bekommen gut gewählte Worte einen noch tieferen Sinn!      

3. Sprachliches

Wenn wir von Sinnlichkeit sprechen, denken wir oft an Erotik und vertrauliche Momente zwischen Mann und Frau. Es bedeutet aber auch die Hingabe und das Erleben mit allen Sinnen in anderen Lebenssituationen. Nun, das tun wir jeden Tag, werden Sie sagen. Doch inwiefern trauen oder gestatten wir uns tatsächlich, unsere Sinne bewusst und intensiv zu nutzen, sie zu zelebrieren? Und was ist wohl in diesem Zusammenhang mit einer „besinnlichen“ Weihnachtszeit gemeint? Die Ganzkörpererfahrung mit leuchtenden Kerzen und Lichtern, den vielen Gerüchen und leckeren Plätzchen und den allerorts gesungenen Weihnachtsliedern vielleicht? Oder soll man in der Ruhe „zur Besinnung“ kommen und einen klaren Gedanken fassen? Wie „von Sinnen“ waren wohl auch die Hirten, als ihnen die himmlischen Heerscharen die frohe Botschaft verkündeten. Oder sind es die Wahrnehmungen, die wir nicht mit unseren üblichen Sinnesorganen erfassen können, die sich wohl nur dem Glaubenden auf einer anderen Wahrnehmungsebene erschließen? Eines ist klar: Sinneseindrücke sind so individuell und vielfältig wie die Menschen selbst. Da gibt es Gerüche, die bei manchen schöne, sinnliche, Gefühle hervorrufen, bei anderen das Gegenteil. Oder ein Buch, ein Zitat, das den einen tief berührt,  dessen Sinn sich einem anderen nicht im Entferntesten erschließt.

4. Stilblüten:

Viele Feuer entstehen durch Kinder – und diese oft aus Leichtsinn.

5. In eigener Sache

Welchen Sinn kann es wohl haben, wenn man Montagmorgen den Computer anmacht und feststellt: Er ist (mause-)tot? Weniger arbeiten, mal Pause machen, klar…  Nicht so einfach, wenn der Schreibtisch sich biegt und Abgabetermine näher rücken… Wie gut, dass die Datensicherung noch da ist… Huh, nichts drin?? Das ist die Expressbeschreibung dessen, was mir vor einigen Wochen passiert ist. Ich war quasi… wie von Sinnen! Damit es bei Ihnen besinnlicher weitergeht, möchte ich meine Lektion gerne an Sie weitergeben, denn wie ich hörte, wiegen sich viele in derselben Sicherheit, manchmal mit, manchmal ohne böses Erwachen. So erzählte mir bei der Gelegenheit ein Bekannter von einem Unternehmer, der über viele, viele Jahre regelmäßig täglich Datensicherung machte und mit dieser Gewissheit wunderbar schlief. Bis zu dem Tag, als ein neuer IT-Dienstleister standardmäßig überprüfte, ob die Daten auch tatsächlich 1:1 abgebildet wurden. Sie werden es ahnen… Das waren sie nicht! Aus irgendeinem Grund war NICHTS, rein GAR NICHTS gesichert. Aber das wenigstens konsequent über viele Jahre… In meinem Fall waren es Daten der letzten sechs bis zehn Monate, die fehlten, darunter zahlreiche Outlook-Kontakte.  Nun wissen Sie, warum u.A. der Newsletter so lange auf sich warten ließ. Und auch, dass Sie am besten heute noch prüfen sollten, ob bei Ihnen tatsächlich das drin ist, was (in der Datensicherung) drin sein soll.

Eine Bitte habe ich noch an Sie:

Falls Sie „Neues aus dem Texterland“ an Kollegen, Partner und Freunde weitergeleitet haben, tun Sie dies bitte auch jetzt wieder mit dem Hinweis, sich noch einmal direkt bei mir anzumelden. So kommen (hoffentlich) auch all die Personen wieder in den Genuss der Texternews, die sich in den letzten sechs Monaten direkt angemeldet haben.  Vielen Dank dafür!

Herzliche Grüße

Snezana Linten

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