Kindergartenzeitung
Die erste Kindergarten-Kinderzeitung Deutschlands

Willkommen bei „Neues aus Samakita-Land“,

Deutschlands erster und wohl immer noch einziger Kindergartenzeitung – von Kindergartenkindern für Kindergartenkinder und deren Eltern, Großeltern und andere interessierte Leser. Die erste Kinderzeitung Deutschlands? Richtig, denn „Neues aus Samakita-Land“ ist ziemlich einmalig; zumindest kennen wir keine ähnlichen Beispiele. Sie wird von Vorschulkindern recherchiert, formuliert, diktiert und manchmal auch selbst geschrieben. Zielgruppe sind Kinder von 3 bis 6 und natürlich auch ältere.

Wie das funktioniert und aussieht? Schaut am besten mal rein in die Ausgaben. Lest, stöbert und findet nette, interessante, lustige und spezielle Geschichten aus den Kindergartengruppen, über andere Menschen und Länder, aus der Lern- oder Forscherwerkstatt oder aus dem eigenen Kopf. 😉

Einmal in der Woche immer Dienstags um 8.00 Uhr treffen sich je nach Kindergartenjahr eine feste Gruppe von 8-10 Jungredakteure im Alter von 5-6 Jahren. Mit dabei sind die Kindergartenleiterin Petra Sparn und die Chefredakteurin und Initiatorin Snezana Galijas. In diesen Redaktionssitzungen überlegen wir uns Themen für die sechs Rubriken Neues aus den Gruppen, Aktuelles und Spezielles, Menschen unter uns, Aus aller Herren Länder, Jetzt wird’s lustig und Wieder was gelernt. Bei uns heißen die Rubriken Schubladen, die mit jeder Sitzung ein bisschen voller werden. Immer, wenn eine Schublade voll ist, freuen sich die Kinder. Die Zeitung erscheint vierfarbig auf hochwertigem Papier in Vierfarbdruck. Das ist wichtig, denn die Kinderwelt ist bunt, und die Jungredakteure sind so ganz besonders stolz auf ihr Ergebnis.

Entstehung

Wer kommt auf die ehrgeizige Ideen, eine Zeitung mit Kindern zu machen, die gar nicht schreiben können? Die Antwort ist: der Hund. Naja, indirekt…. Denn entstanden ist die Ideen beim Gassigehen, als ich – zufällig immer nach Ideen suchende Werbe- und PR-Texterin und Mutter einer Tochter im letzten Kindergartenjahr (2006/07) – auf die Idee kam, die glänzenden, weil oft verblüffend einfachen Ideen der Kinder irgendwie einzufangen und zu nutzen. Dabei hatte ich die Entstehungsgeschichte vom Otto-Slogan im Kopf, der eigentlich die Erfindung eines Kindes war oder gewesen sein soll. Seinerzeit soll nämlich ein Kind seinem Texterpapa auf die Frage: „Was hälst du von Otto?“ geantwortet haben: „Otto? Find ich gut“.

Die Kindergartenleiterin und ihr Team waren auf Anhieb begeistert, und so wurde in einer Abstimmungssitzung mit allen Vorschulkindern das erste Redaktionsteam im Oktober 2006 „geboren“. Interessanterweise waren es genau 12 Kinder, die sich meldeten und das Gründungsteam ausmachten. Logisch, dass zunächst einmal ein Name gefunden werden musste. Dafür haben die Jungredakteure zahlreiche Vorschläge gemacht: z.B. Kinderzeitung, St. Markus Kinderpost, MausiMaus, Guckfenster, Kreuz & Quer, KIZ (Kindergartenzeitung), Markus New, Kinderweltzeitung, Lesewerkstatt, Schreibwerkstatt, Panama Post, Neues aus Panama, Von A bis Z. Die Mehrheit war bekanntlich für „Neues aus Samakita-Land“, wobei Samakita aus den Anfangsbuchstaben von Sankt Markus Kindertageststätte besteht. Selbst drauf gekommen?

Die erste Ausgabe von „Neues aus Samakita-Land“ erschien im Februar 2007. Zwei Ausgaben schaffen wir pro Jahr, schließlich ist die Zeitung nur eine von zahlreichen anderen Aktivitäten in der sonst sehr aktiven Kindertagesstätte. Außerdem brauchen Sammeln, Recherchieren, Schreiben und Diktieren seine Zeit. Und die geht im Kindergarten und bei den Redaktionssitzungen schnell vorbei, besonders wenn man zwischendurch andere wichtige Dinge tun muss: z.B. Zappeln, Träumen, in der Nase bohren, die Redaktionskollegin piksen oder gerade etwas ganz Wichtiges, das einem gerade in den Kopf schießt, loswerden. Da ohne Spaß bei Kindern gar nichts geht, kann man Stress und Druck getrost vor der Tür abschütteln und sich an die „Geschwindigkeitsgesetze“ der Kinder gewöhnen. Für allzu ehrgeizige, zielorientierte erwachsene Redakteure sind diese Art von Redaktionssitzungen anfangs eine mittelschwere Herausforderung. Doch die Vorteile liegen auf der Hand: Sie gehen ohne große Erwartung in die Besprechung und freuen sich wie ein Schneekönig, wenn Sie mit einem oder sogar mehreren Ergebnissen rausgehen. Spätestens da lernen Sie, dass Geduld eine Tugend ist.

Alles Gute hat irgendwann ein Ende. So ist die letzte Ausgabe von „Neues in Samakita-Land“ im Juli 2012 erschienen. Das Projekt konnte aus verschiedenen (privaten, persönlichen) Gründen nicht mehr fortgeführt werden.

Ausgaben anschauen.

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