Die Worttänzerin bloggt

Neue Kunden sind immer wieder spannend. Man gibt einen Text ab und ist gespannt, wie der Kunde reagiert. In der Regel meldet er sich mit einem ‚in Ordnung‘, einer Ergänzung oder Korrekturwünschen. Wenn man aber so gar nichts hört, wird man hellhörig und denkt, a) er hat die Mail nicht bekommen und wartet Finger auf den Tisch klopfend auf Post oder b) er fand den Text so grottig, so furchtbar schlecht, dass er auf der Stelle bereut, dich je ausfindig und engagiert zu haben. Um weitere schlechte Textenergie im Keim zu ersticken, eliminiert er subito sämtliche Kontaktwege zur Übeltäterin und geht auf Nummer sicher, indem er mittels sofort eingeleiteter Meditation jegliche Restgedanken, die ihn in diese Arbeit erinnern, ins Nirwana, jedenfalls sehr sehr weit weg schickt. OK, ich übertreibe ein wenig, muss mir sogar Mühe geben, solche schwarzmalerischen Gedanken zu „denken“. Tatsächlich habe ich beim Kunden angerufen und nachgefragt, ob alles in Ordnung sei. Antwort: „In Ordnung? Wir sind begeistert! … Mein Chef hat gesagt: Das ist der Beweis, dass man manche Dinge besser Fachleuten überlassen soll!“ Ommm, wenn das nicht der passende Einstieg ins Wochenende ist.

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