Die Worttänzerin bloggt

Dass Textklau verboten ist, lässt sich schon am Wort unschwer erkennen – vorausgesetzt der „Klauer“ kennt den Begriff oder sogar das entsprechende Gesetz. Doch Unwissenheit schützt vor Strafe nicht – wie dieses schmerzhafte Beispiel beweist.

Doch nicht nur Onlinetexte sind vom unerlaubten Kopieren und Weiterverwenden ausgeschlossen. Auch Printtexte dürfen nur nach vorheriger Zustimmung des Urhebers weiterverarbeitet werden. Hat ein Unternehmen beispielsweise einen Texter oder Texterin beauftragt, die Firmenbroschüre zu texten, so darf er diesen Text nicht für andere Maßnahmen, wie z. B. auf der eigenen Homepage als Webtext verwenden. Natürlich gibt es auch hier Möglichkeiten, mit offenen Karten ans Ziel zu kommen. So könnte der Auftraggeber beispielsweise ein Doppelnutzungsrecht vereinbaren und damit die Rechte für die Verwendung auf der Webseite erwerben. Empfehlen würde ich dies allerdings nicht, denn ein Printtext in einer Broschüre liest sich anders, sieht anders aus und erfüllt andere Kriterien als ein Onlinetext.

Deshalb: Überlassen Sie Ihre Texte besser den Profis, während Sie die Dinge machen, in denen Sie richtig gut sind.

Gesetz zum Urheberrecht: http://www.urheberrecht.org/law/normen/urhg/2003-09-13/text/

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